künstler und kontroversen

Adolf-Georg B. Cohrs

Zwischen Gegenstand und Abstraktion


Adolf-Georg B. Cohrs:
Erlebnis eines kleinen Mannes
(1930, rek.)

Cohrs studierte von 1929 bis 1932 am Bauhaus Dessau bei Kandinsky, Klee und Albers sowie Architektur unter anderem bei van der Rohe. Seine Werke wurden während der NS-Zeit als „entartet“ entfernt. Bei einer Hausdurchsuchung im Oktober 1934 beschlagnahmte und vernichtete die Gestapo alle Bilder, Zeichnungen und weitere Unterlagen. Nach 1945 arbeitete Cohrs als selbstständiger Architekt und widmete sich wieder der Malerei.

Bei Kandinsky entstand 1930/31 die seinerzeit vielbeachtete Kleinbild-Serie „Das sonderbare Erlebnis eines kleinen Mannes“, die in renommierten Ausstellungen gezeigt wurde. Cohrs konnte sie aufgrund von Fotodokumenten später wieder rekonstruieren. Seine Bildwerke stellen oft surreal verfremdete Landschaften dar.

Die von Prof. Dr. Patrick Rössler (Universität Erfurt, Kommunikationswissenschaft) kuratierte Ausstellung umfasst ca. 40 bis 50 zentrale Werke von Cohrs, wobei die erste Abteilung mit seiner Rekonstruktion des Zyklus’ „Kleiner Mann, was nun?“ den Bezug zum Bauhaus herstellt. Die zweite Abteilung zeigt die Fortentwicklung der im Bauhaus gelegten künstlerischen Basis, die Cohrs konsequent zu einer eigenen Position verdichtete.

Ausstellung I 19.05. – 25.06.2009

Ausstellungseröffnung I 19.05.2009, 19.00 Uhr

Universitätsbibliothek Erfurt, Erdgeschoss, Nordhäuser Straße 63,
geöffnet Mo. – Fr. 9.00 – 22.00 Uhr, Sa. 10.00 – 16.00 Uhr
>> im Stadtplan anzeigen

i I Tel. (0361) 7 37 41 81, patrick.roessler@uni-erfurt.de